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Barrierefreies Bad
Im barrierefreien Bad steht Ihnen nichts mehr im Wege

Wenn Sie demnächst ein barrierefreies Badezimmer gestalten wollen, finden Sie hier Tipps, Informationen und Anregungen.

Barrierefreies Bad
Barrierefreies Bad
Barrierefreies Bad
Barrierefreies Bad

Das barrierefreie Bad liegt voll im Trend. Im Neubau ist es in den vergangenen Jahren häufig zum Standard geworden, denn es vereint zahlreiche Vorteile: Neben der behindertengerechten Nutzung bietet es auch die Möglichkeit, sich auf das Leben im Alter in den eigenen vier Wänden vorzubereiten. Doch auch für uneingeschränkte Menschen ist ein barrierefreies Bad einfach praktisch und komfortabel. Hinzu kommt, dass Sie für einen Umbau in den meisten Fällen diverse Fördermittelprogramme in Anspruch nehmen können. Gern stehen wir Ihnen, als Partner Ihres Bauprojekts, mit unserem Wissen zur Seite.

Wenn Sie demnächst ein neues Bad einrichten möchten, sollte Sie vorab schon vorausschauend planen. Was werden Sie in circa 15 oder 20 Jahren benötigen? Ist es geplant, dass Sie irgendwann Verwandte zur Pflege aufnehmen?


Möchten Sie mehr wissen?

Mit den folgenden Informationen gehen wir ins Detail.

Barrierefreie Dusche

Barrierefreie Dusche

Eine barrierefreie Dusche sollte großzügig dimensioniert sein. Sie muss genügend Platz bieten, um Stoßgefahr und einem Gefühl von Enge vorzubeugen.

Duschwannen werden in einem barrierefreien Bad bodeneben realisiert. Somit wird der Eintritt erleichtert und die Stolpergefahr minimiert. Um ein Ausrutschen zu vermeiden, ist eine Duschwanne mit einer Antirutschbeschichtung sinnvoll.

Haltestangen und ein Duschsitz ermöglichen es, sich während des gesamten Duschvorgangs festhalten und ausruhen zu können. Sie können als einzelne Klappsitze angebracht oder alternativ in das Haltestangensystem eingehängt werden. Hierbei sollte vorher die optimale Höhe ermittelt werden. Spezielle Halterungen bieten die Möglichkeit, Handbrausen leicht und mit nur einer Hand zu verstellen. Um vor Verbrühungen geschützt zu sein, kann eine Thermostatarmatur mit Verbrühschutz sicherstellen, dass die Wassertemperatur nicht höher als 38 Grad steigt. Fortschrittliche Armaturentechnik sorgt zusätzlich dafür, dass sich das Metall der Armaturen, auch bei längerem Warmwasserlauf, nicht aufheizt. Wenn Betreuungspersonal angestellt oder für die Zukunft eingeplant ist, empfiehlt sich zudem ein Spritzschutz.

Barrierefreies Badezimmer
Bildquelle: KEUCO
Barrierefreier Waschtisch

Barrierefreier Waschtisch

Barrierefreie Waschtische gibt es in verschiedenen Ausführungen - sowohl mit großen Auflageflächen als auch mit unterschiedlichen Haltegriffen.

Je nach Anwendungsfall kann es günstig sein, dass ein Waschtisch nach innen gewölbt, gerade oder nach außen gewölbt ist. Für Rollstuhlbenutzer sollte immer eine nach innen gewölbte Variante gewählt werden. So kann der Benutzer näher ans Becken gelangen. Damit ein Waschtisch möglichst einfach unterfahrbar wird, sollte beim Einbau ein Flachsiphon verwendet werden. Das spart wertvollen Platz.

Um das Haarewaschen auch am Waschtisch zu ermöglichen, sollten Armaturen herausnehmbar angebracht werden oder können über eine Handbrause verfügen (wie bei einer Friseurarmatur). Um eine leichtgängige Bedienung zu gewährleisten, sind verlängerte oder gekröpfte Bedienhebel sinnvoll. Alternativ kann eine berührungslose elektronische Armatur in Betracht gezogen werden.

Barrierefreies Badezimmer
Bildquelle: GROHE
Barrierefreie Badewanne

Barrierefreie Badewanne

Für einen sicheren Einstieg muss vor der Wanne genügend Platz und ein Haltegriff vorhanden sein.

Wannengriffe sollten so positioniert werden, dass sie den Badevorgang nicht beeinträchtigen, aber ein Höchstmaß an Sicherheit bieten. Mehrere Arten von Stützgriffen, an der Badewanne und an den Wänden, bieten in jeder Position sicheren Halt. Um bei einem Eintritt in die Badewanne bestmögliche Entfaltung und Selbstständigkeit gewährleisten zu können, sollte vor dem Einbau die optimale Einbauhöhe ermittelt werden.

Bei einem Umbau sollte der Einbau eines Wannenliftsystems abgewogen werden, da ein späterer Einbau sehr aufwendig ist.

Barrierefreies Badezimmer
Bildquelle: Kaldewei
Barrierefreies WC

Barrierefreies WC

Grundsätzlich sollte dem Benutzer am und rund um das WC genügend Freiraum zur Verfügung stehen.

Die Sitzhöhe des WCs sollte bei Rollstuhlfahrern der Sitzhöhe des Rollstuhls angepasst werden. Im Normalfall sind dies 47-48 cm. So wird ein Höchstmaß an Selbstständigkeit gewährleistet. Wand-WCs bieten gegenüber Stand-WCs den Vorteil, dass sich die Reinigung des Badezimmers wesentlich leichter gestaltet. Damit eine ausreichende Sitzfläche vorhanden ist, sollten Wand-WCs eine Ausladung von 700 mm haben. Vorteilhaft sind zusätzlich auch verrutschsichere Toilettensitze und breitere Sitzflächen.

Eine Rückenlehne für WCs erhöht den Komfort. Sichere Stützgriffe neben dem WC dürfen nicht fehlen, um stets sicheren Halt zu gewährleisten. Auch wenn noch keine Griffe gebraucht werden, sollte die Vorrichtung für eine zukünftige Nutzung bei einem Umbau angebracht werden. Auf diese Weise können Stützgriffe später schnell nachgerüstet werden.

Barrierefreies Badezimmer
Bildquelle: KEUCO
Rutschfester Untergrund

Rutschfester Untergrund

Wie schnell ist etwas Wasser verschüttet und die Gefahr, auszurutschen, damit drastisch erhöht

Gerade im barrierefreien Badezimmer kommt es auf Funktionalität und Sicherheit an. Gerade bewegungseingeschränkte Personen können das Gleichgewicht nicht so gut halten und sich im Ernstfall nur selten abfangen. Ein gefährlicher Sturz kann die Folge sein. Neben Haltegriffen und Stützelementen ist ein rutschfester Fußbodenbelag im barrierefreien Bad also äußerst wichtig.

Auch bei rutschhemmenden Fliesen müssen keine Abstriche in Sachen Design gemacht werden. Trittsichere Fliesen gibt es genau wie Standardfliesen in vielen Formen, Materialien und Farben. Folgen Sie einfach Ihrem ganz persönlichen Einrichtungsstil. Auch bei Duschwannen und Badewannen gibt es eine rutschfeste Oberfläche, die ein Abgleiten verhindert.

Barrierefreies Badezimmer
Bildquelle: Kaldewei
Notruf im Bad

Notruf im Bad

Es kann theoretisch jedem passieren: Ein falscher Tritt und man rutscht im eigenen Bad aus.

Die Gefahr ist bei bewegungseingeschränkten Personen noch höher. Um diesem Fall vorzubeugen gibt es Haus-Notrufsysteme. Sie sorgen für das zusätzliche Plus an Sicherheit und beruhigen allein schon durch das Vorhandensein.

Im Verhältnis zur Sicherheit, die einfache Alarm- oder Kommunikationssysteme bieten, fällt der Preis moderat aus. Auch das Gefühl, dass die Liebsten im Falle eines Unfalls jederzeit Kontakt aufnehmen können, ist beruhigend.

Barrierefreies Badezimmer
Bildquelle: GIRA
Barrierefreies Badezimmer

Tipps

Zu diesem Thema haben wir noch Hinweise für Sie.

  • Für den Umbau eines Badezimmers in ein barrierefreies Bad können Fördermittel in Anspruch genommen werden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel „Fördermittel für das barrierefreie Bad“.
  • Nicht nur an Dusche, WC und Badewanne sollten Haltegriffe sein. Grundsätzlich sollte ein Stützgriff immer in greifbarer Nähe sein. Handtuchhalter am Waschtisch, die auch als Stütze genutzt werden können, sind zudem sinnvoll.
  • Viele elektronische Komfortfunktionen wie elektronische Bedienpanels für die Badewanne, Nachtlichter, berührungslose Armaturen oder ein Dusch-WC machen auch in einem barrierefreien Badezimmer durchaus Sinn. Entscheidend ist immer, welche Bedürfnisse und Anforderungen vorliegen.
  • Die Badezimmertür sollte nach außen öffnend geplant werden.
  • Bedienelemente sollten farblich kontrastreich zu den Wänden gewählt werden. Außerdem sollte das Badezimmer hell gestaltet werden und über ausreichend Licht verfügen.

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Mit diesen Beiträgen können Sie sich zusätzlich informieren.


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